Montag, 28. Mai 2012
Freitag, 25. Mai 2012
Die Schulwoche
...lief sehr gut. Im Englischunterricht stand das Thema "Writing cards" auf dem Programm. Da ich noch Stifte und Papier von Besuchern aus Deutschland habe, habe ich die Schüler aufgefordert eine Einladungskarte zu basteln. Das Ergebnis hat mich mehr als positiv überrascht. Alle waren mit großem Eifer dabei und zeigten sich sehr kreativ. Auch die anderen Lehrkräfte waren sehr erstaunt. Nun wurden die Karten gleich im Englischraum ausgehangen.
Ansonsten läuft der Tandemunterricht in Mathe jetzt auch richtig gut. Wir diskutieren vor und nach dem Unterricht und die Lehrerin nimmt sich viele Dinge an. Am meisten freut mich, dass sie im Unterricht nicht mehr schlägt. Sonst war es der normale Alltag. Langsam entspannt sich auch die Atmosphäre in der Klasse.
Anfang der Woche habe ich gerade so gedacht, dass ich nun das Gefühl habe, dass die Schule richtig gut läuft. Es fällt kein Unterricht aus und es hat sich nun endlich der normale Alltag eingestellt. Und am nächsten Tag kommt ein Brief vom Ministerium mit der Info, dass 15 Lehrkräfte an eine andere Schule versetzt werden, darunter eine sehr engagierte stellvertretende Schulleiterin. Ich glaube das muss man einfach nicht verstehen, oder? Mitten im Schuljahr? Das macht für mich einfach gar keinen Sinn. Ich habe dann gefragt, ob man nicht irgendetwas unternehmen kann, Einspruch einlegen etc. Aber nein, es wird einfach akzeptiert. Ich hatte das Gefühl, dass es die Lehrer viel entspannter sehen als ich. Die Frage ist nun aber, was dies für die Schüler bedeutet. Handelt es sich wirklich um einen Lehreraustausch oder müssen wir erst einmal auf die neuen Lehrkräfte warten? Bisher sind noch keine neuen Lehrer da...außerdem fehlen immer noch Mathe- und Physiklehrer. Zwei Klassen in Mathe und fünf in Physik erhalten einfach keinen Unterricht! In dieser Woche kamen schon einige Schüler und fragten, ob ich sie nicht unterrichten könne, was ich in einigen Fällen auch gemacht habe.
Ansonsten läuft der Tandemunterricht in Mathe jetzt auch richtig gut. Wir diskutieren vor und nach dem Unterricht und die Lehrerin nimmt sich viele Dinge an. Am meisten freut mich, dass sie im Unterricht nicht mehr schlägt. Sonst war es der normale Alltag. Langsam entspannt sich auch die Atmosphäre in der Klasse.
Anfang der Woche habe ich gerade so gedacht, dass ich nun das Gefühl habe, dass die Schule richtig gut läuft. Es fällt kein Unterricht aus und es hat sich nun endlich der normale Alltag eingestellt. Und am nächsten Tag kommt ein Brief vom Ministerium mit der Info, dass 15 Lehrkräfte an eine andere Schule versetzt werden, darunter eine sehr engagierte stellvertretende Schulleiterin. Ich glaube das muss man einfach nicht verstehen, oder? Mitten im Schuljahr? Das macht für mich einfach gar keinen Sinn. Ich habe dann gefragt, ob man nicht irgendetwas unternehmen kann, Einspruch einlegen etc. Aber nein, es wird einfach akzeptiert. Ich hatte das Gefühl, dass es die Lehrer viel entspannter sehen als ich. Die Frage ist nun aber, was dies für die Schüler bedeutet. Handelt es sich wirklich um einen Lehreraustausch oder müssen wir erst einmal auf die neuen Lehrkräfte warten? Bisher sind noch keine neuen Lehrer da...außerdem fehlen immer noch Mathe- und Physiklehrer. Zwei Klassen in Mathe und fünf in Physik erhalten einfach keinen Unterricht! In dieser Woche kamen schon einige Schüler und fragten, ob ich sie nicht unterrichten könne, was ich in einigen Fällen auch gemacht habe.
Mittwoch, 23. Mai 2012
Was für ein schöner Abend
Nach dem Trommelkurs, den ich jetzt zusammen mit einer Kanadierin mache, haben wir den Abend auf einer neu entdeckten "Rooftopbar" ausklingen lassen. Einfach unbeschreiblich. Mit dem Bild will ich euch zumindest ein wenig teilhaben lassen.
Ich habe schon von dem Ausflug mit Asha und Nassir berichtet und von den vielen strahlenden Augen. Hier ein paar Impressionen:
Montag, 21. Mai 2012
Mal wieder ein paar Gedanken
Irgendwie habe ich das Gefühl, dass die Zeit jetzt rennt. Ich habe noch so viel vor und merke nun, dass die Zeit davon läuft. Aber die Leute hier sind ja sehr spontan, d.h. wenn ich am Montag meinen Workshop für Freitag ankündige ist das schon ein sehr langer Vorlauf. Ich hoffe also, dass alles noch irgendwie klappt.
In der Schule läuft das Unterrichten gerade richtig gut und es gibt gerade auch keine Ausfälle. Die Schüler haben tatsächlich während meiner Seminarwoche alle Aufgaben gelöst, was mich natürlich sehr gefreut hat.
Außerdem haben wir seit heute endlich einen neuen Schulleiter. Ich bin gespannt, welche Veränderungen sich dadurch ergeben.
Ansonsten war ich in der letzten Woche mal wieder auf zwei Hochzeitsfeiern. Was mich immer wieder erstaunt, dass die Brautpaare nie lächeln. Für uns natürlich sehr ungewöhnlich. Wenn man dann aber überlegt, dass die Frau den Mann zum einen noch gar nicht kennt und sie plötzlich eine Verantwortung als Hausfrau, Ehefrau und Mutter hat, kann man auch verstehen, dass die Frauen auch ein wenig Angst davor haben. Sie sind ja meist auch noch sehr jung.
In der letzten Woche gab es noch eine andere Feier zu der ich eingeladen war, und zwar die Zeugnisvergabe meiner Deutschlerngruppe. Seit einigen Wochen treffen wir uns regelmäßig und lernen im Tandem Swahili-Deutsch. Vor kurzem hatten sie nun ihre Abschlussprüfung, die international anerkannte A1-Sprachprüfung die vom Goethe-Institut abgenommen wird und erstmalig auf Sansibar durchgeführt wurde. Es haben 15 von 16 bestanden, was natürlich ein tolles Ergebnis ist. Da ich insbesondere in der Woche vor der Prüfung intensiv mit ihnen gelernt habe, haben sie mich zur Zeugnisübergabe eingeladen. Hier ein kleiner Eindruck von der Gruppe. Im Vordergrund sieht man die Lehrkräfte und die Leiterin des Goethe-Instituts. Eine wirklich sehr nette Gruppe.
In der Schule läuft das Unterrichten gerade richtig gut und es gibt gerade auch keine Ausfälle. Die Schüler haben tatsächlich während meiner Seminarwoche alle Aufgaben gelöst, was mich natürlich sehr gefreut hat.
Außerdem haben wir seit heute endlich einen neuen Schulleiter. Ich bin gespannt, welche Veränderungen sich dadurch ergeben.
Ansonsten war ich in der letzten Woche mal wieder auf zwei Hochzeitsfeiern. Was mich immer wieder erstaunt, dass die Brautpaare nie lächeln. Für uns natürlich sehr ungewöhnlich. Wenn man dann aber überlegt, dass die Frau den Mann zum einen noch gar nicht kennt und sie plötzlich eine Verantwortung als Hausfrau, Ehefrau und Mutter hat, kann man auch verstehen, dass die Frauen auch ein wenig Angst davor haben. Sie sind ja meist auch noch sehr jung.
In der letzten Woche gab es noch eine andere Feier zu der ich eingeladen war, und zwar die Zeugnisvergabe meiner Deutschlerngruppe. Seit einigen Wochen treffen wir uns regelmäßig und lernen im Tandem Swahili-Deutsch. Vor kurzem hatten sie nun ihre Abschlussprüfung, die international anerkannte A1-Sprachprüfung die vom Goethe-Institut abgenommen wird und erstmalig auf Sansibar durchgeführt wurde. Es haben 15 von 16 bestanden, was natürlich ein tolles Ergebnis ist. Da ich insbesondere in der Woche vor der Prüfung intensiv mit ihnen gelernt habe, haben sie mich zur Zeugnisübergabe eingeladen. Hier ein kleiner Eindruck von der Gruppe. Im Vordergrund sieht man die Lehrkräfte und die Leiterin des Goethe-Instituts. Eine wirklich sehr nette Gruppe.
Gestern haben wir dann endlich mal wieder einen Familienausflug gemacht. Und zwar ging es wieder in den Zanzibar Park, wo ich am Anfang bereits mit Rashid und Abdulli war. Diesmal waren die kleinen Kinder dran;). Wir haben dann Jule und ihr Gastbrüder getroffen und haben zusammen den Park erkundet. Neben einem kleinen Ausritt auf einem Pferd war der Spielplatz der Höhepunkt schlechthin. Die Kinder hatten so viel Spaß beim Schaukeln, Rutschen, Fahrrad fahren, Trampolin springen,...und wir saßen daneben und haben uns einfach nur gefreut über diese strahlenden Augen.
Donnerstag, 10. Mai 2012
Mittlerweile scheint wieder die Sonne...
wobei ich die kleine Wetteränderung auch wirklich genossen hab.
Letzte Woche Freitag habe ich nun meine neue traditionelle Kleidung eingeweiht. Alle Lehrer haben sich unglaublich gefreut, was echt schön war. Nur die Kopfbedeckung habe ich etwas abgewandelt;).
In dieser Woche hatte ich ein Zwischenseminar, wo es darum ging unsere bisherigen Erfahrungen zu reflektieren. Ich habe zusammen mit den anderen drei Lehrern in der Stadt übernachtet, was auch mal schön war. Die kulinarische Verpflegung war sehr gut. So sind wir sogar in den Genuss von Pizza und Käse gekommen, was man schon sehr schätzt.
Den Schülern habe ich für diese Woche einen Wochenplan erstellt. Erst waren sie etwas verwirrt, weil sie so etwas wohl noch nie gesehen haben. Sie haben viele Fragen gestellt und ich hoffe, dass sie nun alles verstanden haben. Es wird sich in den Antworten zeigen. Ich bin schon sehr gespannt. Letzte Woche habe ich mal wieder einen Test in Mathe geschrieben und mich sehr gefreut, dass dieser schon viel besser ausgefallen ist als der letzte:). Am Wochenende haben wir dann wieder ein Seminar mit unseren Tandemlehrern in Kizimkazi.
Letzte Woche Freitag habe ich nun meine neue traditionelle Kleidung eingeweiht. Alle Lehrer haben sich unglaublich gefreut, was echt schön war. Nur die Kopfbedeckung habe ich etwas abgewandelt;).
In dieser Woche hatte ich ein Zwischenseminar, wo es darum ging unsere bisherigen Erfahrungen zu reflektieren. Ich habe zusammen mit den anderen drei Lehrern in der Stadt übernachtet, was auch mal schön war. Die kulinarische Verpflegung war sehr gut. So sind wir sogar in den Genuss von Pizza und Käse gekommen, was man schon sehr schätzt.
Den Schülern habe ich für diese Woche einen Wochenplan erstellt. Erst waren sie etwas verwirrt, weil sie so etwas wohl noch nie gesehen haben. Sie haben viele Fragen gestellt und ich hoffe, dass sie nun alles verstanden haben. Es wird sich in den Antworten zeigen. Ich bin schon sehr gespannt. Letzte Woche habe ich mal wieder einen Test in Mathe geschrieben und mich sehr gefreut, dass dieser schon viel besser ausgefallen ist als der letzte:). Am Wochenende haben wir dann wieder ein Seminar mit unseren Tandemlehrern in Kizimkazi.
Montag, 30. April 2012
Wie versprochen habe ich euch nun endlich Sonne geschickt
...so viel, dass es jetzt hier nur noch regnet. Aber ich finde es zur Verwunderung vieler Einheimischer sehr schön. Endlich mal eine Wetteränderung und eine kleine Abkühlung. So wie die Sonne ist auch der Regen nicht mit unserem Regen vergleichbar. Wenn es regnet, dann richtig. Die Straßen sind überschwemmt und im Haus und in der Schule ist es aufgrund des Wellblechdachs unglaublich laut.
Hier ein Beweisfoto, welches aber nur einen kleinen Eindruck gibt.
Heute hat die Mutter der Familie beschlossen, mir traditionelle Kleidung (einen Kanzu) mitzubringen. Ich musste es gleich anprobieren. Sie hat sich unglaublich gefreut und meinte, dass ich dies nun unbedingt in der Schule tragen muss. Über die Kopfbedeckung muss ich noch einmal nachdenken und auch sonst dauert es wohl noch ein bisschen bis ich mich daran gewöhnt hab. Ich will euch trotzdem schon einmal daran teilhaben lassen.
Hier ein Beweisfoto, welches aber nur einen kleinen Eindruck gibt.
Heute hat die Mutter der Familie beschlossen, mir traditionelle Kleidung (einen Kanzu) mitzubringen. Ich musste es gleich anprobieren. Sie hat sich unglaublich gefreut und meinte, dass ich dies nun unbedingt in der Schule tragen muss. Über die Kopfbedeckung muss ich noch einmal nachdenken und auch sonst dauert es wohl noch ein bisschen bis ich mich daran gewöhnt hab. Ich will euch trotzdem schon einmal daran teilhaben lassen.
Samstag, 21. April 2012
Madrasa
Salaam Aleikum. Heute war ich das erste Mal in einer „Madrasa“,
eine Schülerin hatte mich eingeladen. „Madrasa“ ist das arabische Wort für
Schule. Dort lernen die Kinder hauptsächlich zunächst den Koran auswendig und
lernen später arabisch. Jeden Tag außer Freitag gehen die Kinder zur „Madrasa“,
vor bzw. nach der Schule für ca. zwei bis vier Stunden. Ich bin heute in einige
Klassen gegangen und die Kinder von 5 bis 14 Jahren haben mir Koranverse vorgetragen.
In unseren Ohren ist es Gesang, aber der wird hier nicht als solcher
bezeichnet. Ich finde es einerseits faszinierend, was auch die jüngeren Kinder
schon können. Andererseits ist es auch ein wenig komisch, da sie zwar die Verse
auswendig vortragen können, aber den Inhalt noch nicht verstehen, da sie erst
später die arabische Sprache erlernen. Das Lernen und Unterrichten erfolgt
meist über vorsagen und wiederholen im Chor. Gekleidet waren die Jungen in
einem weißen Gewand „kanzu“ und einer Kappe „kofia“. Viele Mädchen trugen
weiße Kopftücher und weiße Röcke.
Die Tage der Schüler sind also mit Koranschule und Schule
sehr gut ausgefüllt. Viele Schüler haben nach der Schule noch Nachhilfe, sodass
sie eigentlich keine mehr Freizeit haben. Aber zumindest Samstag und Sonntag haben sie keine Schule, also nur Koranschule.
Es war eine interessante Erfahrung für mich und die Schülerin hat sich glaube ich auch gefreut, dass ich mitgekommen bin.
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